Vorschau – Online Unkrauttagung aus der Murtenseeregion



Basile Cornamusaz (SFZ) Claudia Degen, Emila Vorlet (IAG) und Alexandre Collet (Landwirt) an der Vorpremière in St-Aubin/FR, am 22. April 2021

IAG Grangneuve, Inforama Rütti, AgriCo St-Aubain und das Lanat BE präsentieren:

Online Rendez-vous jeweils am Mittwochabend
ab 19.30 bis 21.00 Uhr, hier geht es zur Anmeldung

  1. Mai 2021: Zuckerrübe
  2. Mai 2021: Getreide
  3. Juni 2021: Mais
  4. Juni 2021: Raps

Vor-Première in den Zuckerrüben

am 22. April durfte unser Reporter an einem kleinen Feldrundgang teilnehmen und den aussergewöhnlichen Demoversuch zur Herbizidreduktion in Zuckerrüben in Augeschein nehmen.

Alexandre Collet, Rübenproduzent und Pächter der Domaine AgriCo in St. Aubin/VD stellt sich vor. Sein Betrieb verfügt über 110 ha Ackerland mit den Kulturen Weizen, Mais, Raps und Zuckerrüben. Er hat ein Versuchsfeld von 2 ha für die Verfahren zur Herbizideinsparung in Zuckerrüben bereit gestellt. Die Böden sind hier teilweise sehr schwer. Einige Stellen weisen tatsächlich einen Tongehalte von bis zu 70 Prozent auf, wie uns Emilia Vorlet von Grangeneuve anhand einer einer kleinen Erdkugel (nein, es ist kein „Nouss“) vor Augen führt.

Emilia Vorlet, IAG Grangeneuve

Der Bericht zur Lage von der SFZ

Das Schwergewicht diese Beitrags ist die Vorankündigung der online-Soiréen oder Unkrauttagung. Aus diesem Grund wurde dieser Artikel zwei lange Wochen zurückgehlten. Das hat leider auch zur Folge, dass der Praxisbericht von Basile Cornamusaz (SFZ) zur aktuelle Situation in den Hintergrund tritt. Basile möge mir das verzeihen. Der Artikel streift hier nur das Thema über Insekten.

Zu den Schädlingen

Wetterbedingt gab es bis heute wenig oder keinen Erdflohbefall. Nun beobachten die Mitarbeiter der Kantonalen Pflanzenschutzstellen und der Rübenfachstelle die Situation um die grüne Pfirsichblattlaus und werden, wenn nötig, über doe Beta Swiss APP sowie die Flash-Meldungen der Kantone eine allfällige Warnung herausgeben.

Sobald die Schadschwelle für de grüne Blattlaus in Ihrem Gebiet tatsächlich errreicht ist, lautet die Empfehlung, eine 1. Behandlung mit Gazelle zu machen, 2. Behandlung nach 10- 15 Tagen mit Movento und 3. Behandlung nach 10-15 Tagen mit Movento. Die benötigte Ausnahmebewilligung wird mit der allgemeinen Empfehlung erteilt.

Sollte der Virus-Infektionsdruck durch die grüne Pfirsichblattläuse für IP-Suisse-Produzenten zu gross werden, müssen diese sich frühzeitig , quasi am Vorabend einer allfälligen Intervention, entscheiden, ob Sie aus dem Programm aussteigen wollen oder nicht. Später macht es wenig Sinn denn zum Zeitpunkt der 2. Behandlung könnte eine Ansteckung schon passiert sein.

Die Bekämpfung der schwarzen Bohnenblattlaus ist wiederum eine andere Geschichte. Falls die Schadschwelle erreicht wird, kann mit Pirimor ein Behandlung gemacht werden. Hier finden Sie die aktuelle Regelung der kantonalen Pflanzenschutzstellen.

Online – Maschinenvorführung mit Workshops

Claudia Degen zeigt einen Zuckerrübensetzling. Im Hintergrund die Saat (li) und die Pflanzung (re)

Die Demonstrationsanlage beinhaltet vier Verfahren

  1. Rübenpflanzung für schnelle Bodenbedeckung
  2. Roboterssat mit Farmdroid und Hacjken in den Reihen
  3. Bandspritzen mit Hacken zwischen den Reihen
  4. Herbizidlos mit Unter-Varianten „Vereinzeln“ und „Endabstand“

Die Versuchleiterin, Claudia Degen, empfiehlt unbedingt von den online Workshops mit Fachleuten, Landtechnikfirmen und IP-Suisse zu profitieren. Dort besteht trotz online Format die Gelegenheit zum Fragen stellen und zum Austausch unter Bauern. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Frage, welche herbizidreduzierenden Verfahren sind auch wirtschaftlich machbar. Dieser Punkt dürfte Vielen am meisten unter den Nägeln brennen. Also nicht verpassen.

Hier geht’s zum Programm Unkrauttagung 2021


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